Bujinkan Taijutsu lernen

Im Bujinkan Budō Taijutsu steht nicht schnelle Leistung im Vordergrund, sondern nachhaltige Entwicklung. Fortschritt entsteht durch konsistentes Training – körperlich wie mental – angepasst an den Alltag. Budō ist kein Ziel, das man erreicht, sondern ein Weg, den man geht.

Taiden Kuden Shinden Kanji
Japanische Symbol für Wellen

Put your heart and soul
into consistent training

Wie bei jeder neuen Fertigkeit gibt es auch im Bujinkan Budō Taijutsu verschiedene Methoden, um Fortschritte zu erzielen. Doch jede Methode bleibt wirkungslos, wenn es an Konsistenz fehlt. Uns allen ist bewusst, dass neben Beruf und Privatleben nur begrenzt Zeit zur Verfügung steht. Genau deshalb ist es entscheidend, realistisch festzulegen, wie viel Zeit man investieren kann und will. Unabhängig vom Umfang gilt: Kontinuität ist wichtiger als Intensität. Entscheidend ist, die gewählten Trainingszeiten konsequent einzuhalten. Als Training gelten dabei sowohl das physische als auch das mentale Training.

Japanische Symbol für Wellen

Traditionelles japanisches
Lernkonzept

Shu–Ha–Ri (守破離) ist ein traditionelles japanisches Lehr- und Lernsystem, das die natürliche Entwicklung von Meisterschaft in den Kampfkünsten, in den Künsten und auch in der Lebenspraxis beschreibt. Es ist keine starre Leiter, sondern ein lebendiger Prozess, der den Schüler von der Nachahmung zur eigenen Innovation führt.

Shu Kanji

Shu (守) — Bewahren / Folgen

Shu ist die Phase des Lernens. Der Schüler folgt den Formen, Techniken, der Etikette und dem Rhythmus des Lehrers so, wie sie vermittelt werden. Es gibt keinen Versuch, das Geübte zu verändern oder zu personalisieren. Dabei geht es nicht um blinden Gehorsam, sondern um Respekt: Durch das wiederholte Üben korrekter Formen nimmt der Körper Struktur, Timing, Haltung und Geist auf.

Im Budō schafft Shu Sicherheit, Disziplin und Demut. Das Ego tritt in den Hintergrund, und Vertrauen in die Linie ist entscheidend. In dieser Phase werden die Grundlagen gelegt – wer Shu überspringt, schwächt alles, was darauf aufbaut.

Ha Kanji

Ha (破) — Aufbrechen / Lösen

Ha beginnt, wenn der Schüler anfängt zu verstehen, warum Dinge funktionieren. Formen werden nicht mehr nur mechanisch kopiert, sondern geprüft, verglichen und angepasst. Der Übende beschäftigt sich mit Variationen, studiert andere Schulen und passt Techniken an Kontext, Körperbau oder Situation an.

Dieses „Aufbrechen“ bedeutet nicht, die Tradition abzulehnen, sondern sich von starrer Abhängigkeit zu lösen. Fehler nehmen zu, doch das Verständnis vertieft sich. Ha ist eine Phase des Hinterfragens, Verfeinerns und bewusster Entscheidungen.

Ri Kanji

Ri (離) — Loslösen / Übersteigen

Ri ist die Phase des natürlichen Ausdrucks. Technik entsteht ohne bewusste Anstrengung, Form ergibt sich spontan aus Prinzipien. Der Übende ist nicht mehr an Stilgrenzen gebunden und verkörpert sie dennoch vollständig.

Unterrichten wird zu Weitergabe statt Erklärung. In Ri ist die Kunst nicht mehr etwas, das man ausführt – sie ist etwas, das man ist.

Japanische Symbol für Wellen

Wie läuft ein Training
in unserem Dojo ab

Die Trainings sind sehr dynamisch und können je nach anwesenden Personen stark variieren. Der Trainingsleiter entscheidet, welche Inhalte, Techniken und Übungen für die jeweilige Einheit am sinnvollsten sind. Dennoch folgt das Training in unserem Bujinkan Dōjō in Wien in der Regel einem groben, wiederkehrenden Ablauf.

Warmup & Mobility

Das Training beginnt mit einem kurzen Warm-up sowie Mobility-Übungen, um Gelenke und Muskulatur zu lockern und zu aktivieren. Die Übungen bestehen aus Gelenksrotationen, leichten Dehnungen und grundlegenden Kraftübungen.

Diese Phase des Trainings ist wichtig und sollte – falls der tagesaktuelle Trainingsfokus dies nicht zulässt und direkt mit Drills begonnen wird – eigenständig durchgeführt werden.

junan undo - Bujinkan Nin Toku Ryū Sui Dōjō Wien
sutemi nage waza - Bujinkan Nin Toku Ryū Sui Dōjō Wien

Basics Drill

Bujinkan Budō Taijutsu ist ein sehr umfangreiches Themengebiet. In unserem Dōjō haben wir daher die grundlegendsten Übungen zusammengefasst, um eine stabile Basis in folgenden Bereichen aufzubauen:

  • Uchi Gata (Schlagtechniken)
  • Kamae (Grundstellungen)
  • San Shin no Kata (grundlegende Kata)
  • Ukemi Taihenjutsu (Fallschule)
  • Shinken Mutō Dori (grundlegende Ausweichbewegungen gegen das Schwert)
  • Kihon Happō (grundlegende Kata)
  • Gyaku Waza (Hebeltechniken)
  • Nage Waza (Wurftechniken)

Kata-Training und Variationen

Nach den Basic Drills widmen wir uns dem Erlernen und Üben von Kata. Dabei setzen wir meist Schwerpunkte und arbeiten mit Kata aus dem Prüfungsprogramm (Ten Chi Jin Ryaku no Maki) oder aus einzelnen Ryū-ha.

Nach einer bestimmten Trainingszeit werden Elemente der Kata herausgelöst und auf unterschiedliche Situationen angewendet, um das Verständnis der zugrunde liegenden Prinzipien weiter zu vertiefen.

Duncan Stewart doing Shinden Fudo Ryu
Sveneric Bogsäter doing Taijutsu with Weapons

Buki-Waza (Training mit Waffen), freies Taijutsu, Randori oder Cool-Down

Gegen Ende des Trainings beschäftigen wir uns mit Waffen-Techniken (Buki-Waza) oder nutzen die Prinzipien der Kata, um freiere Formen des Taijutsu zu üben. Gelegentlich finden auch Randori-Übungen statt, bei denen das Erlernte in einem kontrollierten, freien Rahmen angewendet wird.

Wenn es die Zeit erlaubt, schließen wir das Training mit einer Cool-down-Phase ab, bestehend aus grundlegenden Dehnübungen.

Collage von Hatsumi Massaki Soke in Ninniku Yoroi und Yoroi

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Japanische Symbol für Wellen

Tipps für dein Training

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    Regelmäßiges Training im Dojo und zu Hause

    Mit zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche erzielt man im Bujinkan Budō Taijutsu die besten Fortschritte. Ist es nicht möglich, jedes Mal ins Dōjō zu kommen, sollten zumindest kurze Einheiten von 10–15 Minuten zu Hause eingeplant werden – zum Wiederholen der gelernten Inhalte oder für Stretching.

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    Pausen passieren – der Weg geht weiter

    Es wird immer Phasen geben, in denen man Trainings verpasst, weil wichtige Dinge im Leben stattfinden. In solchen Momenten ist es wichtig, keine Schuldgefühle zu entwickeln, sondern einfach weiterzumachen. Im Budō ist der Weg das Ziel.

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    Mentales Training erhält die Kontinuität

    Man kann Videos ansehen oder Bücher von Hatsumi Masaaki lesen. Solange man sich mental mit der Materie beschäftigt und Bewegungen visualisiert, bleibt man im Lernprozess. Auf diese Weise wird die Kontinuität nicht unterbrochen. Diese Art des Trainings ist auch möglich, wenn man verletzt ist.

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    Keine Lust auf Training, dann erst recht!

    Gerade an den Tagen, an denen man keine Lust auf Training hat, sollte man trotzdem gehen. Sveneric Bogsäter sagte einmal, dass genau diese Tage jene sind, an denen man seinen Willen am besten trainiert.

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    Konsistenz durch kleine Einheiten und Alltagsintegration

    Kleine Trainingseinheiten zu Hause erleichtern die Konsistenz. Zusätzlich kann man Trainingsprinzipien bewusst in den Alltag integrieren, zum Beispiel: - Balance trainieren, indem man Schuhe im Stehen auf einem Bein bindet - Treppen statt Lift benutzen - Achtsamkeit in größeren Menschenmengen üben

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    Training als Ausgleich, nicht als Pflicht sehen

    Das Training sollte nicht als weitere „Aufgabe“ im Alltag gesehen werden, sondern als Ausgleich und Bereicherung.

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