Japanische Symbol für Wellen

Mutō Dori

„Wenn du MUTO DORI beherrschst, wirst du ein glückliches Leben [...]

29.05.25

Zoran Radakovic

Nagato Sensei & Duncan Stewart - Muto Dori Prinzip

„Wenn du MUTO DORI beherrschst, wirst du ein glückliches Leben führen können.“ – Dai Shihan Nagato Toshiro

Wenn man seine Bewegungen beobachtet, bekommt diese Aussage echtes Gewicht. Egal ob Uke mit oder ohne Waffe angreift – Sensei bewegt sich mühelos, ohne Anhaftung, ohne konkreten Plan oder Strategie, und lässt so zahlreiche Möglichkeiten ganz natürlich entstehen.

Im Training teilte er auch mit, dass Hatsumi-Sensei ihm geraten habe, Schwäche zuzulassen – oder wie er es ausdrückte: schwach zu werden (Yowai – 弱い). Als er das annahm, verbesserten sich seine Techniken deutlich.

Auch wenn das vielleicht einfach klingt, ist es für viele von uns eine der größten Ängste, vor anderen schwach zu wirken. Diese Angst kann unser Taijutsu trüben und zu Fehlern führen, die wir mit Kraft zu korrigieren versuchen. Doch wenn wir dranbleiben und Training für Training „überleben“, wachsen unser Selbstvertrauen und unser Verständnis für richtige Bewegung. So lernen wir, uns natürlich zu bewegen – frei von Gedanken an Technik, richtig oder falsch, Umgebung und so weiter. Das erste Mal, dass wir dieses Gefühl erleben, ist meist nach dem Bestehen der Sakki-Prüfung.

Diese Gedanken entspringen seinen Lehren und seinem Handeln während des Unterrichts – es ist nur meine persönliche Art, die Eindrücke zu verarbeiten.

Außerdem erwähnte er, dass dieser Trainingsansatz eine persönliche Lektion von Hatsumi-Sensei an ihn war (口伝 Kuden). Zum Beispiel: Die Schwachen müssen stark werden – und umgekehrt. Beide Seiten zu lernen ist entscheidend. Aber letztlich, so sagte er, müssen wir unseren eigenen Weg finden. Es gibt keinen allgemeingültigen Weg für alle – man muss einfach weitermachen.

Wie auch immer – die Antworten liegen vor uns. Unsere Lehrer leben das, was sie sagen, und wir müssen einfach nur hinschauen bzw. ihren Geschichten über ihren „Trainingsweg“ und ihr persönliches Wachstum zuhören. Dann wird meist klar, was wir tun müssen – und welche „Opfer“ notwendig sind, um uns zu verbessern und irgendwann die wirklich coolen Dinge tun zu können.

Englisch:

„If you can do MUTO DORI, you’ll be able to live a happy life“ – Dai Shihan Nagato Toshiro

Observing his movements, this statement truly resonates. Whether Uke attacks with or without a weapon, Sensei moves effortlessly, without attachment or a specific plan / strategy, allowing plenty of opportunities to unfold naturally.

During training, he also shared that Hatsumi-Sensei advised him to embrace weakness or as he said become weak (Yowai – 弱い). As he embraced this, his techniques significantly improved.

While this might sound straightforward, the greatest fear for many us is to appear weak in front of others. This fear can cloud our taijutsu, leading to errors corrected through force. However, as we persist and “survive” training after training, our confidence and mastery of correct movements grow, enabling us to move naturally without being constrained by thoughts of technique, right or wrong, our surroundings and so forth. The first time we come to feel this is after passing our sakki exam.

These reflections stem from his teachings and actions during class—just my way of processing the insights.

Additionally, he mentioned that this approach of training was a personal lesson from Hatsumi-Sensei to him (口伝 Kuden). The weak for example need to become strong – the other way around – learning both aspects is essential. But in the end, we have to figure out our way, he said. There is no universal way for everyone, just keep going.

Anyway, the answers are in front us. Our teachers live the talk and we simply need to look / listen to their stories about their “timeline” of training and growth, then it’s mostly obvious what we need to do and what „sacrifices“ need to be done, in order to improve and be able to do the cool stuff.

Zoran Radakovic

Bujinkan Dai Shihan, Dōjō-Chō Wien

Zoran Radakovic ist der Dōjō-chō (Leiter) des Bujinkan Wien Nin Toku Ryū Sui Dōjō. Seit 2007 trainiert er Bujinkan und ist Träger des 15. Dan.

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